Vorne hui - hinten okay

Die Regionalligabasketballerinnen des TV 48 Schwabach empfingen am Sonntagnachmittag die Gäste aus Litzendorf, die, gespickt mit etlichen Ex-Bundesligaspielerinnen, viel Qualität in ihren Reihen haben. Allen voran der Name von Dani Vogel, die bereits in der ersten Bundesliga auf dem Feld stand, ist allen bekannt. Im Schwabacher Kader waren wieder alle mehr oder weniger fit. Nur Lineke Przybille war bei der Bayernauswahl im Einsatz und konnte nicht eingreifen.

Wie bereits vor einer Woche starteten Sara Hansel, Sabo Strobel, Anna Furman, Theresa Heinz und Captain Katha Kreklau für die KIA Metropol Baskets ins Spiel. Nachdem am vergangenen Wochenende die Zonenverteidigung wirklich gut funktionierte, versuchte man auch in diesem Spiel den eigenen Korb damit zu vernageln. Ganz am Anfang war die Idee okay, aber da hatte man die Rechnung ohne die stark spielende Isi Goller gemacht. Nach vier Dreiern in Folge sah man sich gezwungen, in eine Mannverteidigung zu wechseln, um den Dreierregen zu stoppen. Mit dieser Verteidigung zog man dann den Gästen nach einem ausgeglichenen ersten Viertel (21:23) den Zahn im zweiten Abschnitt. Diesen konnten die Schwabacher mit 28:8 für sich entscheiden und gingen verdientermaßen mit einem 49:31 in die Kabine.

Bereits in der Halbzeit war allen klar, dass die Messe noch nicht gelesen war. Im Hinspiel "gelang" Schwabach das Kunststück, innerhalb der letzten beiden Spielminuten noch einen Acht-Punkte-Vorsprung zu verspielen. Zur Zufriedenheit ihres Coaches behielten die Gastgeberinnen den Kopf auf dem Feld und bauten die Führung aus. Nach 26 Minuten stand es dann 66:37 und der Sieg schien ungefährdet. Es wurde wie am vergangenen Wochenende viel gewechselt und der Rhythmus ging verloren. So verloren die Gäste nie die Hoffnung, vielleicht doch nochmal rankommen zu können. Tatsächlich konnten sie in der 37. Spielminute nochmal auf 76:65 verkürzen - das war's dann aber auch. Am Ende steht ein recht ungefährdeter und hochverdienter Sieg für Schwabach auf dem Scoreboard. 90:75

"Das war mal wieder der Offensivbasketball, mit dem wir die Zuschauer schon einige Male begeistern konnten", lobte Trainer David Muck seine Schützlinge. "Dennoch ist es ärgerlich, dass wir uns immer noch von einer aggressiven Verteidigung dermaßen aus dem Konzept bringen lassen und nicht cool bleiben bei einem komfortablen Vorsprung.", fand Co-Trainer Yannick Rapke Ansatzpunkte für die kommenden Trainings. Schwabach spielte seine Stärken dieses Mal wirklich gut aus. Die guten Pässe fanden die fantastisch aufgelegten "Großen", die den Korb an diesem Tag nicht verfehlen wollten. Froh waren alle Beteiligten, dass sowohl Sina Dorberth, die mit dem Ellenbogen einer Gegenspielerin Bekanntschaft machte, als auch Anna Furman, die nach einer verunglückten Verteidigungsaktion Schmerzen am Knie hatte und Julia Gentsch, die was auf's Auge bekam, wohl nicht schwerer verletzt sind und hoffentlich bald wieder in der Halle stehen.

Es spielten: Katha Kreklau (26 Punkte), Anna Furman (21), Theresa Heinz (19), Miri Schlüter (8), Kerstin Wägner (6), Sara Hansel (4), Sabo Strobel (4), Diana Fett (2), Kerstin Clauß und Julia Gentsch

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