Sieben tapfere Spielerinnen machen ihre Trainer in München stolz

Die Voraussetzungen waren denkbar schlecht. Anna Furman wird noch mindestens bis zum Bayernpokal ausfallen, aber auch eine Pause bis zur kommenden Saison ist möglich. Auch Lineke Przybille wird diese Saison wohl nicht mehr in der Regionalliga zum Einsatz kommen. Dazu war Sabo Strobel unter der Woche krank und wurde daher lieber in Schwabach in der U16 eingesetzt. Zusätzlich ist Miriam Schlüter am Freitag umgeknickt und konnte nicht mitspielen. Dann bleiben noch sieben Spielerinnen, die mit Trainer und drei Zuschauern den Weg nach München antraten. Jahn München hatte zuvor Marktheidenfeld geschlagen und eine Woche später gegen München Basket verloren. Es war also nicht klar, was die Regiomädels erwarten würde. Die Bedeutung des Spiels war ebenfalls klar. Bei einem Sieg ist der dritte Platz sicher und man hat sogar noch die Möglichkeit nach ganz oben. Bei einer Niederlage hätte man wohl auf Platz drei oder vier am Ende der Runde gestanden.

Foto: Karin Fett

Durch die Ausfälle, wurde auch in der Starting Five mindestens ein Platz frei, den Kerstin "Kiki" Clauß einnahm und das Vertrauen in diesem Spiel auch voll zurückzahlen konnte. Schwabach begann insgesamt holprig mit einigen Unkonzentriertheiten, die zu Ballverlusten und Fehlversuchen am Korb führten. Ende der zweiten Spielminute brachte dann Sara Hansel den Knoten zum Platzen und erzielte die erste von insgesamt neun Punkten des ersten Laufs der Gäste. Vor allem durch die beiden Dreier der wiedergenesenen Kerstin Wägner, konnte das Viertel mit 17:13 gewonnen werden.

Im zweiten Viertel dann ein Hin und Her. Am Ende trifft Jahn München noch einen Dreier und gewinnt damit das Viertel. München kann auf 32:33 verkürzen.

In der zweiten Halbzeit ließen die Gäste ihre Konkurrentinnen aus München noch vier Minuten mitspielen, bevor sie dann so richtig loslegten. Beim Zwischenstand von 36:39 aus Schwabacher Sicht, setzten die Gäste zum entscheidenden 37:8 Lauf an. In der Verteidigung, in der Julia Gentsch ihr bisher bestes Spiel machte und damit völlig zurecht über 32 Minuten auf dem Feld stand, kam jede Hilfe und auch im 1 gegen 1 konnten die Gegenspielerinnen kontrolliert werden. Katha Kreklau beschränkte sich in diesem Spiel darauf, Rebounds zu sicher - 20 an der Zahl - und ihrem Team Stabilität zu geben. Auch im Angriff suchte sie im Vergleich zu letzter Woche statt dem eigenen Abschluss öfter ihre Mitspielerinnen, die von draußen sicher trafen. Theresa Heinz brachte wieder viel Energie aufs Spielfeld und zog so auch ihre Mannschaft mit. Diana Fett konnte wichtige Minuten sammeln und hatte zwei sehenswerte Blocks in der Statistik. Nicht zu vergessen natürlich auch Kerstin Clauß, die ihr bestes Spiel für die Schwabacher machte und ihre beste Punktausbeute bei 100% von der Dreierlinie hatte. Nach dem Spiel konnten die Mädels viel Lob von ihrem stolzen Coach ernten, das sie sich redlich verdient hatten.

Es stehen jetzt noch zwei Ligaspiele auf dem Programm. Kommende Woche empfangen die Regiogirls den Nachwuchs der Bamberger und am 15. April könnte dann das "Endspiel" gegen Würzburg stattfinden, je nachdem, wie die Ergebnisse bis dahin ausfallen. Außerdem steht noch der Bayernpokal am letzten Märzwochenende in Rott am Inn auf dem Programm, in dem sich die Mädels den Titel nach vier erfolglosen Teilnahmen nacheinander endlich sichern möchten.

Es spielten: Theresa Heinz (17 Punkte, 12 Rebounds, 6 Assists), Sara Hansel (15, 3, 2), Kerstin Wägner (14, 3, 4), Kerstin Clauß (13, 6, 1), Katha Kreklau (8, 20, 2), Diana Fett (5, 4, 1) und Julia Gentsch (1, 3, 3)

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