KIA Baskets rocken die Speyerer Osthalle - Hunderter knapp verpasst

 

Speyer – Auf einen knappen Sieg hatte man bei den KIA Baskets schon gehofft und um den durch Fanunterstützung zu befeuern, fuhr erstmals ein Fanbus in die Domstadt. Daß die Schwabacher Offensivkraft jedoch so gewaltig sein würde, man mit 96:69 (23:14, 24:26, 22:12, 27:17) an einem „Hunderter“ nur knapp vorbeischrammen würde, hatten wohl nur – wenn überhaupt – Berufsoptimisten geglaubt. 

 

Mit einem Minikader – gerade mal sieben Akteure - war Coach Tom Gieritz in die Domstadt aufgebrochen um den Ex-Bayern“ das Fürchten zu lehren. Die Handschrift des neuen Coaches? Maximalen Druck auf den Gegner ausüben, die Punkte kassieren? Jedenfalls ging die Rechnung auf. Im Schlußviertel waren die Gastgeber stehend k.o. Die KIA Baskets zogen nochmals unerbittlich an und für die Towers rückten die Punkte immer weiter in unerreichbare Ferne. Mit 27:17 endete die letzte Spielperiode schließlich.

Klar, aller Schwabacher waren glücklich, lagen sich in den Armen, konnten es nicht fassen. Da war so vieles ungewohnt: Brooke Le Mar nicht Topscorer, sondern Shantrell Moss gefolgt von Brooke und danach Katha Kreklau. „Lil Brooke“ war aber nach wie vor der Akteur auf dem Court: Neben ihren Punkten gab sie noch elf Assists, hatte also ihre Mannschaftskameraden immer im Blick, und natürlich war sie als einzige im Spiel die gesamten 40 Spielminuten im Einsatz. Neben diesen herausragenden Leistungen ist allerdings zu konstatieren, daß die Mannschaft gewonnen hatte. Ganz ungewöhnlich: Bei den KIA Baskets waren nur sechs Turnovers, Ballverluste, im ganzen Spiel zu verzeichnen; das ist sonst gut doppelt so hoch. 

Die Towers, die im neuen Jahr bislang zwei Niederlagen eingefahren hatten, wollten gegen den Aufsteiger natürlich die ersten Punkte holen, eröffneten nach elf Sekunden mit einem Dreierversuch, daneben, Le Mar mit einem Paß auf Shantrell Moss und die KIA Baskets führten mit 2:0 (25. Sekunde). Speyer reagiert mit dem ersten Wechsel, Ballgewinn Schwabach, Brooke mit einem Paß auf Anna Furman, 4:0 Schwabach (57. Sekunde). So sieht Druck auf den Gegner aus, Minuten vergingen noch ehe Speyer zum ersten Korberfolg kam, beim Gastgeber Nervosität, häufige Wechsel, Coach Gieritz wechselte erstmals in der neunten Spielminute, für Lea Vatthauer und Katha Kreklau kamen Sara Hansel und Diana Fett. Mit 23:14 ging das Viertel an Schwabach. Dort Aufatmen, beim Gastgeber fast schon Ratlosigkeit.

In Durchgang zwei Speyer-Schifferstadt druckvoller, mit weniger Fehlern, weniger Fehlwürfen und einer klaren Führung im Viertel, der Spielausgleich lag in der Luft. Noch gut zwei Spielminuten auf der Uhr, Anna Furman mit einem Treffer aus der Mittedistanz; jetzt Schwabach wieder bissiger, Brooke Le Mar mit einem Dreier, weniger als 60 Sekunden Shantrell Moss ebenfalls mit Dreier und Spielminute 19.4, 19 Sekunden vor der Halbzeit, Steal Moss und noch ein Dreier – 24:26 und die KIA Basktes mit 47:40 zur Halbzeit vorn.

Nach der Pause die KIA Baskets wieder dominant, für den ersten Korberfolg benötigte Schwabach gerademal 40 Sekunden; die Gastgeber hingegen fast vier Spielminuten. Zur Mitte des Viertels Schwabach mit 10:2 vorne, das die Spielperiode locker mit 22:12 holt.

Tolle Ergebnis, macht Appetit auf mehr und kommenden Samstag stellt sich der bislang ungeschlagene Tabellenführer Heidelberg in der Schwabacher Schwimmbadhalle vor, eine Mannschaft gegen die die KIA Baskets im Hinspiel ziemlich deutlich unter ging.

 

KIA Baskets: Moss (28/3, 9/12, 6R), Le Mar (26/3, 3/4, 5R), Katha Kreklau (23, 5/6, 9R), Furman (10, 10R), Vatthauer (7/1, 5R), Hansel (2, 1R), Clauß (1R) und Fett (2R)


An alter Wirkungsstätte: Shantrell Moss mit 28 Korbpunkten Topscorer des Spiels


Eigengewächs Katha Kreklau, Korbgefährlich wie in „alten“ Tagen, zieht zum Korb.

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