48er Basketballer fühlten sich benachteiligt — 1. Damen vor dem Klassenerhalt?


SCHWABACH (rhh) — Chancenlos waren die Basketballer des TV 1848 beim 66:83 in Fürth gegen den gastgebenden TSV Burgfarrnbach wahrlich nicht. Doch die sehr diszipliniert agierenden Schwabacher fühlten sich von den Unparteiischen ständig benachteiligt.

Quelle: Schwabacher Tagblatt, Ausgabe 20.11.2009


 

„Bschies“ verlautete es von Seiten der „Hardcorefans“ der 48er; Coach Matschie Marthold, der wieder einmal für Tobi Kratz einspringen musste, drückte sich da gewählter aus: „..da hilft auch Bestform nichts“. Und schlecht gespielt hatten die 48er wirklich nicht; besonders nicht Fotis Orfanidis, der sein bislang bestes Spiel im Trikot der 48er abgeliefert hatte. 12 Korbpunkte im ersten Viertel. Immer wieder zog er auch gegen die körperlich überlegenen Gegner zum Korb und lochte ein. Nach den ersten zehn Minuten war noch alles offen (23:23). Im zweiten Durchgang ließen sich die 48er von den Gastgebern einlullen. Die Folge: 7:19. Lange Gesichter bei den Schwabachern, 30:42 zur Halbzeit, so hatte man sich das nicht vorgestellt, man sah die Felle schon davonschwimmen.

Marthold wäre nicht er selbst, hätte er den Jungs in der Halbzeitpause nicht gehörig Dampf gemacht. Erfolgreich. Die Jungs wollten mit Macht das Spiel drehen. Zumindest die richtige Richtung wurde eingeschlagen: Das Viertel ging mit 23:18 an Schwabach. Besonders im dritten Viertel hatte man auf Seiten der 48er für viele Entscheidungen der „Unparteiischen“ kein Verständnis. Auf sechs Korbpunkte waren die 48er noch herangekommen (34., 58:64); mehrere Dreier verfehlten ihr Ziel.

Es spielten: Orfanidis (19/1,3/2), Toader (16/1,4/3), Zupancic (9/2,6/1), Biedenbach (8,4/2), Besinger (3/1), Grabowski (3,6/3), Scheider (3,6/3), Wendel (3,4/1) und Lohr (2).

War er das schon, der Klassenerhalt, das 65:55 der 1. Damen bei der TS Herzogenaurach? Das kann man heute natürlich noch nicht sagen, aber ein Riesenschritt dorthin war es schon. Mit nur sieben Akteuren war Coach Herbert Geishöfer in die Sportschuhstadt gefahren; das sah anfangs gar nicht so rosig aus. Ein Sieg bei dem Minikader war nicht so ohne weiteres zu erwarten. Die beweglichen Gastgeberinnen wollten gleich die Verhältnisse zurechtrücken, legten eine knappe Führung vor (2., 6:2). Doch damit schien der Schwabacher Trainerfuchs gerechnet zu haben. Die Verteidigung des TV 1848 rochierte, nahm den Gegner ein ums andere Mal den Wind aus den Segeln, konnte freilich während des gesamten Spiels nie Jeanne Bouvier, den Topscorer der Gastgeber kontrollieren. Bouvier sorgte dafür, dass Herzogenaurach im Spiel blieb. Ein enges Viertel (20:18). Und eng war auch der zweite Durchgang (13:12). Schon jetzt musste Tatjana Kuhfus, einziger Schwabacher Point Guard, Schwerstarbeit leisten. Tatjana löste ihre Aufgaben ganz phantastisch. Keine Mannschaft hatte sich zur Halbzeit (33:30) abgesetzt.

Nach der Pause kam Herzogenaurach mit Macht; Herbert Geishöfer hatte seine Mädels wohl auf diesen Ansturm vorbereitet. Die Schwabacher Verteidigung behielt den Überblick, und vorne war immer wieder Nathalie Seifert erfolgreich. Wieder ein enges Viertel, diesmal mit 12:8. Mit 45:38 gingen die 48erinnen ins Schlussviertel. Und: Die Mädels hielten konditionell mit – keine Selbstverständlichkeit bei nur sieben eigenen und zwölf gegnerischen Akteuren. Und nochmals die Verteidigung; diesmal wirklich aller erste Sahne. Mit 20:17 ging auch das letzte Viertel an den Gast. Alle vier Viertel – auch eine Überraschung.

Es spielten: Seifert (18,12/8), Kuhfus (14, 16/8), Michaela Kreklau (12,3/2), Angelika Walden (10,2/2), Milde (7,2/1), Katharina Kreklau (2,2/0) und Laaser (2).