Schwabach- Ein neues Jahr, ein neues Spiel – neues Glück? Die ersten Punktspiele des Jahres bedeuten für eine ganze Reihen von 48er Basketballteams vorentscheidende Weichenstellungen. Und mit zehn Spielen ist für die 48er basketballmäßig einiges los.
Quelle: Schwabacher Tagblatt, Ausgabe 14.01.2012
Der Basketballreigen wird durch einen Spieltag der weiblichen U13-Bayernliga eröffnet. Um 10 Uhr empfängt die 48er U13/1 in heimischer Halle die DJK Don Bosco Bamberg. Der Gast aus der Bischofstadt ist mit einem Sieg aus vier Spielen Tabellenschlußlicht und sicherlich hat Coach Angie Walden für ihre Mädels einen Sieg fest eingeplant. Da bei den Oberfranken zwischen dem Duo Hannah Straub (16.3)/Franziska Hager (11.3) und dem Rest des Teams eine zu große qualitative Lücke besteht, ist eine solche Planung durchaus gerechtfertigt. Ganz anders sieht es um 13Uhr aus. Da spielen die 48er gegen den SC Kemmern 1930 und der Tabellendritte aus dem Raum Bamberg ist sowohl qualitativ als auch quantitativ erheblich besser bestückt als die Bamberger. Annika Gunreben (13.5), Isabell Goller (11.8) und Jana Pfänder (11.2) werden den Schwabacher Mädels gehörig einheizen. Trotzdem, als gänzlich unmöglich sollte ein Schwabacher Erfolg nicht gelten. Die beiden oberfränkischen Mannschaften spielen um 11.30 Uhr gegeneinander.
Um 14 in der Halle der Treuchtlinger Senefelder-Schule tritt die U14 mit Coach Markus Büchler beim VfL Treuchtlingen an. Die Gastgeber sind ungeschlagener Tabellenzweiter, die 48er haben sich durch zwei Siege auf den vierten Tabellenplatz hochgearbeitet. An der Altmühl wird das kein Zuckerschlecken, vor allem, wenn die Gastgeber Alexandros Mavropoulos (32.3) aufbieten können. Der kann - in Verbindung mit Nico Jahnel (13.7) und Tobias Heinz (13.0) – den 48ern die Partie vermiesen.
Nur ein Sieg hilft der 48er Herren 2 um 16 Uhr in der Halle an der Bismarckstraße in Schwabach in der Kreisklasse Ost weiter. Geschlagen werden muß der PostSV Nürnberg 5. Das sollte, nein, das muß zu schaffen sein. Zwar ist der Gast aus der Noris eine recht homogene Mannschaft ohne herausragende Werfer, aber die mannschaftliche Ausgeglichenheit kann oft das Fehlen besonders guter Werfer mehr als nur ausgleichen. Coach Markus Gatzke wird seine Jungs verbal ausreichend schärfen; alles andere als ein klarer Sieg wäre für die 48er ein Desaster.
Ein Basketball-Lokalderby steigt um 16.45 Uhr in der Waldhalle in Großschwarzenlohe: Der SCG 2 empfängt den TV 48/3 und das gastgebende Kreisklassen-Schlußlicht wird alles daran setzen punktemäßig den Anschluß an Altdorf nicht zu verlieren. Seitens der Groß’loher dürfte die größte Gefahr von Leonhard Beck, der Nummer Fünf der Werferliste mit einem Schnitt von 23.5, ausgehen. Da der auch regelmäßig von außerhalb der Dreierlinie trifft, darf man den genauso wenig wie Mirko Komany (14.7) ungestört zum Wurf kommen lassen. Coach Erwin Sohst dürfte über die jüngere und agilere Mannschaft verfügen. Ob das reicht? Das Derby sollte jedenfalls eine interessante Auseinandersetzung werden.
Um 18 Uhr ist die Schwabacher Schwimmbadhalle Austragungsort für das Bezirksklassenmatch der 48er Damen 2 gegen den TTV Neustadt/Aisch. Für die von Ronald Günther gecoachten 48er besteht gegen die punktgleich in der Tabelle hinter den Schwabachern rangierenden Gäste schon ein gewisser Siegzwang. Denn bei einer Niederlage winkt das Tabellenende. Für die ganz jungen Damen sind die Voraussetzungen einigermaßen günstig: Die Damen 1 spielt erst morgen und folglich stehen die leistungsfähigeren der jungen Mädels auch für die Damen 2 zur Verfügung. Beliebt sind solche Einsätze nicht, wohl aber nötig. Mit Alena Liegl, Stephanie Arras und Alexandra Stoya verfügt der Gast über drei veritable Werfer und verdient entsprechenden Respekt. Die schlägt man nicht mit links. Bei einem Sieg war es halt nur die „Zweite“ und was ist die, wenn die „Erste“ winkt?
Am Sonntag um 12 Uhr in der Halle über dem Schwabacher Hallenbad bekommen Coach Florian Ottich und seine U15/1-Mädels in Form des TSV 1861 Nördlingen einen ganz dicken Brocken serviert: Der Gast ist ungeschlagener Tabellenführer der Bayernliga Nord und hat die 48er im Hinspiel deklassiert. Im Nördlinger Spiel dreht sich alles um das Dreieck Anna-Maria Scherla (23.7), Johanna Klug (17.0) und Mona Seeberger (11.5) – die Nummern Eins, Drei und Acht der Werferliste. Ähnliches können die 48er nicht aufbieten, aber sie haben sich mittlerweile auf den Tabellenplatz Drei hochgearbeitet und sind stärker geworden. Vielleicht gelingt doch eine Überraschung. Auf jeden Fall erwartet die Zuschauer einen packendes Bayernligaspiel.
Um 16 Uhr in der Halle der Berthold-Brecht-Schule in Langwasser trifft die Damen 1, die Nummer Drei der mittelfränkischen Bezirksliga, auf den gastgebenden PostSV Nürnberg, den Tabellenfünften. Eigentlich eine klare Angelegenheit für die 48er, zumal die Postler mit Maja Buczek (14.0) und Nina Köhler (13.7) über nur zwei überdurchschnittlich gefährliche Werfer verfügen. Aber die Postler haben Tabellenführer Ansbach geschlagen und die 48er haben sich selbst durch ihre Niederlage gegen die Noris Baskets im vorweihnachtlichen Durcheinander um ihre gute Ausgangsposition in Sachen Meisterschaft gebracht. Coach Herbert Geishöfer wird hoffentlich dafür sorgen, daß seine Mädels diesen Gegner nicht auch unterschätzen. Also ein Sieg muß in der Noris schon drin sein.
Auf verlorenem Posten muß man die Jungs der U18 um 16 Uhr in der Hallenbadhalle wähnen: Es kommt der VfL Treuchtlingen, der Tabellenzweite der mittelfränkischen Bezirksliga und der hat im Hinspiel den 48ern schon eine deftige Klatsche verpaßt. Vier Akteure mit zweistelligem Korbpunkteschnitt lassen wohl auch Coach Florian Kohlmann nichts Gutes ahnen. Bei den 48ern wird man mit einer Schadensbegrenzung schon zufrieden sein.
Um 18 Uhr schließlich und in heimischer Halle, der Schlußpunkt unter das Schwabacher Basketball-Wochenende: Die Herren 1 empfangen den TV Fürth 1860. Auch hier – trotz des Tabellenstandes – eigentlich eine klare Sache für Coach Markus Gatzke und seine Jungs. Auch hier mehr als nur ein Aber: Was haben die 48er in dieser Saison mit überflüssigen Niederlagen nicht schon ihre treuesten Fans enttäuscht. Und mit dem Gast aus der Kleeblattstadt kommt genau diese so gern unterschätze Klasse von Gegner. Nur zwei Siege aus neun Spielen, aber stark aus der Dreierdistanz – die meisten der Liga - und zwei Werfer – Fabian Lößlein (18.0) und Patryk Kaminski (17.0) – aus der Top Five der Werferliste. Natürlich sind die Einheimischen stärker, talentierter, homogener, erfahrener und technisch besser und ja,. die Defense der Gäste läßt einen Schweizer Käse wie die chinesische Mauer aussehen. Aber gerade solche Verhältnisse scheinen auf die Schwabacher Herren 1 einen geradezu unwiderstehlichen Reiz auszuüben, ihre Seele einfach baumeln zu lassen.
rhh






